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Informationen für Hersteller

 

Pflichten des Herstellers:

 

Die Pflichten des Herstellers werden in Artikel 8 der EU-PSA-Verordnung 2016/425 aufgeführt. Grundsätzlich muss die in den Verkehr gebrachte PSA den grundlegenden Gesundheitsschutz- und Sicherheitsanforderungen nach Anhang II der EU-PSA-Verordnung entsprechen.

 

Übersicht aller PSA-Typen und Kategoriezuordnung:

 

Auszug aus den Guidelines der EU-Kommission zur neuen EU-PSA-Verordnung

 

Checkliste der Pflichten:

  • Durchführung eines Konformitätsbewertungsverfahrens

 

 

  • Ausstellung der EU-Konformitätserklärung

    Die EU-Konformitätserklärung ist der PSA beizufügen. Alternativ kann in der Anleitung eine Internet-Adresse angegeben werden, unter der auf die EU-Konformitätserklärung zugegriffen werden kann.

    Die EU-Konformitätserklärung und die technischen Unterlagen müssen vom Hersteller zehn Jahre lang ab dem Inverkehrbringen der PSA aufbewahrt werden.

    Siehe: EU-PSA-Verordnung 2016/425 - Anhang IX: EU-Konformitätserklärung

  • Anbringen der CE-Kennzeichnung

  • Der Hersteller muss durch geeignete Verfahren gewährleisten, dass bei PSA stets Konformität mit der Verordnung sichergestellt ist.

  • Der Hersteller hat sicherzustellen, dass die PSA eine Typen-, Chargen-  oder Seriennummer oder ein anderes Kennzeichen zu ihrer Identifikation tragen.

  • Angabe der Kontaktdaten des Herstellers auf der PSA. Oder, wenn dies nicht möglich ist, auf der Verpackung oder in den der PSA beigefügten Unterlagen.

    • Name
    • eingetragene Handelsnamen oder eingetragene Marken
    • Postanschrift


    Die Kontaktangaben sind in einer Sprache zu machen, die von den Endnutzern und den Marktüberwachungsbehörden leicht verstanden werden kann.

  • Hat der Hersteller Grund zu der Annahme, dass eine von ihm in Verkehr gebrachte PSA  nicht  der EU-Verordnung entspricht, ist er verpflichtet, die erforderlichen Korrekturmaßnahmen zu ergreifen, um die Konformität der PSA herzustellen. Sollten mit der PSA Risiken verbunden sein, müssen außerdem unverzüglich die zuständigen nationalen Behörden der Mitgliedstaaten, in denen die PSA auf dem Markt bereitgestellt wurde, informiert werden.

  • Der Hersteller hat der zuständigen nationalen Behörde auf deren begründetes Verlangen alle Informationen und Unterlagen, die für den Nachweis der Konformität der PSA mit dieser Verordnung erforderlich sind, zur Verfügung zu stellen.

Amtssprachen der EU

Derzeit gibt es 24 EU-Amtssprachen: Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Irisch, Italienisch, Kroatisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch, Ungarisch.

 

https://europa.eu/european-union/about-eu/countries_de

https://europa.eu/european-union/topics/multilingualism_de

 

 

Wichtige Hinweise

 

Bekleidung, die eine Schutzfunktion aufweist, fällt ebenfalls unter die PSA-Verordnung. Dazu gehört u.a. Bekleidung mit UV-Schutz, reflektierenden oder fluoreszierenden Elementen sowie Berufsbekleidung mit Schutz-funktion (u.a. Regenbekleidung, Kälteschutz). Ausgenommen ist nur Bekleidung "für die private Verwendung als Schutz gegen Witterungseinflüsse, die nicht von extremer Art sind" (Art. 2 Anwendungsbereich).

 

Die Konformitätserklärung sowie die Anleitung und Informationen nach Anhang ll Nummer 1.4 müssen immer in allen EU-Amtssprachen des jeweiligen Mitgliedsstaates verfügbar sein!

Dokumente zur EU-PSA-Verordnung

 

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