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Studien und Forschungsprojekte: Corporate Social Responsibility

Studie: Comparing Stakeholder Perspectives on Environmental Standard Setting in the Global Textile Industry


An analysis of stakeholder perceptions of the Zero Discharge of Hazardous Chemicals scheme in Europe and Bangladesh.

ZDHC-Studie von Timothy Chipperfield, submitted at the Institute of Development Research and Development Policy at Ruhr-Universität Bochum.

Informationsportal: DOSB - Green Champions 2.0 für nachhaltige Sportveranstaltungen


Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat ein neues Internetportal "Green Champions 2.0 für nachhaltige Sportveranstaltungen" entwickelt.

www.green-champions.de

Das Portal basiert auf dem Leitfaden "Green Champions für Sport und Umwelt. Leitfaden für umweltfreundliche Sportgroßveranstaltungen", der 2007 vom Bundesumweltministerium und dem DOSB herausgegeben und mit der DSHS Köln und dem Öko-Institut Darmstadt erarbeitet wurde.

Das Portal richtet sich an Veranstalter und Interessierte, die sich über konkrete Handlungsmöglichkeiten zur Planung und Durchführung von nachhaltigen Sportveranstaltungen informieren möchten.

Unter dem Punkt "Publikationen & Downloads" finden sich darüber hinaus viele aufschlussreiche Publikationen zum Thema Nachhaltigkeit und Sport.

Das komplette Statement können Sie hier ansehen und herunterladen
Fachgruppe Outdoor - Daunen und Tierschutz

PFC / DWR - Studien


In October 2012 Greenpeace released a two part report called "Chemistry for any Weather" which claimed that fabric finishes used on outdoor clothing contained chemicals that are hazardous to the environment and human health. These substances of concern are called per-fluorinated chemicals (PFCs) and are traditionally found in durable water repellent (DWR) fabric finishes because of their water, oil and soil repellent properties.

The durable water repellents (DWR) currently available on the market can lead to residues of per-fluorinated chemicals (PFCs) in products themselves. Durable water repellent based on C8 technology is the strongest chemical bond and is considered a persistent, bio-accumulative and toxic (PBT) substance and has since been detected around the world in the food chain, drinking water, animals and human blood.

In light of these resent scientific findings, the Outdoor industry is working on new environmental friendly durable water repellent solutions and a change of finishes for their jackets. The Association of the German Sporting Goods Industry (BSI), the Outdoor Industry Association (OIA) and the European Outdoor Group (EOG) are supporting the Outdoor companies on this path and initiated the "Durable Water Repellant (DWR) Project".

PFC / DWR - Studie von Georgina Burman

As part of this project a survey about the expectations of the end users and brands was conducted in cooperation with the School of Fashion and Textiles De Montfort University, Leicester, United Kingdom.

PFC / DWR - Studie von Alice Davies

As part of this project, several scientific tests on a range of alternative technologies to long-chain fluorochemical durable water repellents were conducted in cooperation with the School of Fashion and Textiles De Montfort University, Leicester.

Daunen und Federn in Outdoor-Produkten


Eine empirische Erhebung und Analyse zur Rückverfolgbarkeit von Daunen und Federn als Füllmaterialien in Outdoor-Produkten unter Berücksichtigung ausgewählter Tierschutzaspekte

Autor: Maren Uhde

Die Herkunft verwendeter Rohstoffe, die Transparenz von Herstellungsprozessen sowie die Nachhaltigkeit in Wertschöpfungsketten gewinnen in der Nahrungsmittel- und Textilindustrie für Endverbraucher und Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Dies liegt einerseits an der Bewusstseinszunahme der Konsumenten für einen ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt. Andererseits werden Endverbraucher durch Forderungen und Kampagnen von NGOs weiterhin sensibilisiert. Die Bedeutung nachhaltiger Produktionsprozesse und Produkteigenschaften sowie der Einsatz umweltfreundlicher Materialien nehmen auch in der Outdoor-Branche zu. Darüber hinaus legen sowohl Produzenten als auch Konsumenten Wert auf soziale, ökologische und ökonomische Aspekte in der Produktion. Dies spiegelt sich u.a. auch in den Nachhaltigkeitsberichten vieler Outdoor-Hersteller wieder. Ebenso spielen Tierschutzaspekte nicht nur in der Lebensmittelindustrie sondern auch bei der Herstellung von Outdoor-Artikeln eine relevante Rolle.

In Outdoor-Produkten werden Daunen und Federn aufgrund ihrer guten isolierenden Eigenschaften als Füllmaterialien in z.B. Schlafsäcken und Jacken verwendet. Diese sog.Nebenprodukte der Fleischindustrie können jedoch u.U. von Enten und Gänsen stammen, die für die Herstellung der französischen Spezialität foie gras zwangsgemästet, und/oder lebend gerupft wurden. Beide Verfahren sind aus Tierschutzgründen als problematisch anzusehen, da sie mit Stress, Schmerzen und Verletzungen einhergehen. Darüber hinaus sind die weltweiten Haltungs- und Lebensbedingungen dieser Tiere als kritisch zu betrachten.

Mittlerweile versichern jedoch viele bekannte Outdoor-Hersteller, dass sie für die Füllungen ihrer Daunenprodukte nur Material von toten Vögeln oder von Tieren aus artgerechter Haltung verwenden. Diese Zusicherungen unterschiedlicher nationaler und internationaler Outdoor-Hersteller können jedoch aus folgenden Gründen als fraglich betrachtet werden. Zum einen stellen nicht eindeutige Gesetzgebungen bezüglich dieser Tierschutzthematiken sowohl auf europäischer als auch auf internationaler Ebene und die sich daraus ergebenden Gestaltungsspielräume ein Problem dar. Zum anderen kommen kulturelle Ausnahmereglungen für einige europäische Länder bezüglich der foie gras Produktion hinzu. Da Daunen und Federn jedoch auch aus diesem Produktionszweig verwendet werden, kann es zu Vermischungen mit diesen ungewollten Materialien in den Endprodukten kommen. Weiterhin liegen bis dato weltweit keine Mindestanforderungen für die artgerechte Haltung von Enten und Gänsen vor.

Der Beschaffungsmarkt von Daunen und Federn ist zudem global geprägt. So ermittelte bspw. die European Outdoor Group, dass die von der Outdoor-Industrie verwendeten Daunen und Federn größtenteils aus Asien stammen. Die Produkt- und Lieferketten von Daunenprodukten sind jedoch gerade im asiatischen Raum sehr komplex und bestehen aus vielen teilweise unüberschaubaren Stufen. Das bringt ein weiteres Vermischungsrisiko von Materialien aus unerwünschten Quellen mit sich, da Nachweise über einen Lebendrupf besonders nach der Aufarbeitung der Rohstoffe schwer möglich sind. Für das Verfahren der Zwangsmästung fehlen Identifizierungsmethoden hingegen gänzlich.

Diese aufgeführten Problembereiche griff die internationale Tierschutzorganisation Vier Pfoten im Jahr 2012 auf und initiierte eine Kampagne gegen die zwei großen amerikanischen Outdoor-Hersteller The North Face und Patagonia. Der erhöhte Druck auf die naturnahe Outdoor-Branche führte dazu, dass sich diese intensiv mit der Thematik auseinandersetzte und eine positive Entwicklung vorantreiben konnte. Es folgten u.a. runde Tische zum Thema Daunen und Tierschutz, entsprechende Anpassungen von Lieferantenverträgen und die Entwicklung von Daunenstandards und Zertifizierungssystemen in Zusammenarbeit mit weiteren Unternehmen.

Passend zur kalten Jahreszeit wird dieses Thema jedoch erneut in den Medien thematisiert. In einem jüngsten Artikel des Spiegelmagazins "Lukrativ wie Drogenhandel" wird die Herkunft von Daunen und Federn sowie die Transparenz der Rückverfolgbarkeit dieser Füllmaterialien als zweifelhaft beschrieben. Dabei werden u.a. auch Outdoor-Firmen benannt. Das deutet darauf hin, dass trotz der guten Bemühungen in der Outdoor-Branche diese Probleme scheinbar nach wie vor existieren. Als Grund wird u.a. auch der steigende Anspruch nach Spitzenqualitäten in Daunenprodukten erwähnt, der zumeist nur durch den Lebendrupf gewährleistet werden kann. Damit steht im Raum wie sich diese Qualitätsforderungen mit dem Tierschutz und dem Nachhaltigkeitsgedanken vereinbaren lassen. Ob und wie diese tatsächlich durch eine angemessene Transparenz und Rückverfolgbarkeit garantiert werden können, soll in der vorliegenden Arbeit untersucht werden.

 

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