Das deutsche Bündnis für nachhaltige Textilien stellt sich 11 Jahre nach seiner Gründung neu auf. Vor dem Hintergrund veränderter politischer Rahmenbedingungen und neuer Herausforderungen in den textilen Lieferketten will sich das Bündnis zum neuen Format „Dialogue and Impact for Sustainable Textiles (DST)“ transformieren. Ziel ist demnach eine stabile, zukunftsfähige Zusammenarbeit als Multi-Stakeholder-Netzwerk aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik und weiterhin die gemeinsame Verbesserung soziale und ökologische Bedingungen in globalen Textillieferketten – allerdings in einem agileren und stärker durch die Mitglieder selbst organisierten Rahmen.
Im Fokus des neuen Formats steht der sektorübergreifende Austausch, das voneinander Lernen und die Entwicklung gemeinsamer Projekte für bessere Umwelt-, Lebens- und Arbeitsbedingungen in Produktionsländern. Es richtet sich an ein breites Spektrum relevanter Akteure der Textil- und Bekleidungsbranche, darunter deutsche und europäische Unternehmen, Verbände, NGOs, Gewerkschaften, wissenschaftliche Einrichtungen sowie die Bundesregierung (BMZ, BMAS, BMUKN), die das DST – wie zuvor das Textilbündnis – maßgeblich unterstützt und in Teilen finanziert. Zudem sollen vermehrt lokale Akteure und Rechteinhabende aktiv eingebunden werden, etwa durch lokale Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften und NGOs. Geplant ist ein jährliches Netzwerktreffen in Präsenz, ergänzt durch eine fortlaufende digitale Vernetzung. Der offizielle Start des SDT als Dialog- und Umsetzungsplattform findet im Rahmen eines Kick-off-Event im April 2026 in Berlin statt.
Weitere Details:
- Pressemitteilung (Nachhaltige Textilindustrie: Bündnis für nachhaltige Textilien stellt Weichen für die Zukunft - Bündnis für nachhaltige Textilien)
- ergänzendes Factsheet (Factsheet Dialogue and Impact for Sustainable Textiles (DE/2026) - Bündnis für nachhaltige Textilien)
Der BSI als Mitglied des Textilbündnisses begleitet und beobachtet die Transformation und bringt sich auch in das zukünftige Format konstruktiv ein.