Biodiversität im Unternehmenskontext: Neue Studien und BSI-Webinar

Der Verlust der biologischen Vielfalt gilt neben dem Klimawandel als eine der größten globalen Herausforderungen. Intakte Ökosysteme sichern Rohstoffe, Wasserverfügbarkeit, Bestäubung, Bodenfruchtbarkeit und damit zentrale Grundlagen wirtschaftlicher Wertschöpfung. Gleichzeitig geraten Unternehmen zunehmend unter regulatorischen und gesellschaftlichen Druck, ihre Auswirkungen auf Natur und Biodiversität transparent zu machen und zu reduzieren.

Zwei aktuelle Studien greifen das Thema auf: Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) zeigt in ihrer „Handlungsfeldanalyse Biodiversität und Wirtschaft“, dass viele Unternehmen die Bedeutung des Themas zwar erkennen, die systematische Integration in Strategie, Steuerung und Berichterstattung jedoch noch am Anfang steht. Es fehlen demnach standardisierte Kennzahlen und praxisnahen Ansätzen, wie Unternehmen das Thema Biodiversität so integrieren können, dass daraus wirtschaftliche Vorteile entstehen – dies gilt besonders für KMUs. Gleichzeitig verweist die Analyse auf bestehende Hebel und die Potenziale von Vernetzung und Kooperation, um neue, biodiversitätsfreundliche Geschäftsmodelle zu entwickeln und zu stärken. Auch der Weltbiodiversitätsrat betont in seiner Studie „Business and Biodiversity Assessment: Summary for Policymakers“ die zentrale Rolle der Wirtschaft. Viele Geschäftsmodelle hängen direkt oder indirekt von funktionierenden Ökosystemen ab, tragen aber zugleich erheblich zu deren Degradierung bei. Unternehmen, die Biodiversitätsrisiken nicht berücksichtigen, setzen sich laut Studie wachsenden finanziellen und regulatorischen Risiken aus.

Der BSI bietet zum Einstieg in das Thema am 22.04.2026 das Webinar „Biodiversität im Unternehmenskontext: Relevanz und Strategien für die Sportartikelindustrie“ an. Eine kostenfreie Anmeldung ist hier möglich.