Die zunehmende Bewegungsarmut der nachwachsenden Generation zeigt sich auch bei den Zahlen zur Fahrradnutzung: immer weniger Kinder lernen Fahrradfahren oder nutzen das Fahrrad für Alltagswege, die Hälfte aller Jugendlichen fährt sogar überhaupt kein Fahrrad. Auch hier sind unmittelbare Konsequenzen für unsere Gesellschaft und auch die Sportwirtschaft, insbesondere die Fahrradwirtschaft abzusehen.
Vergangene Woche lud der Zweirad-Industrieverband (ZIV) zu einem Auftakttreffen ein, um dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen. Dem Aufruf folgten Vertreterinnen und Vertreter der Sportverbände (German Cycling, DIMB, Mountainbike Tourismusforum), nationaler Verkehrsverbände (Verkehrswacht, VCD), der Wirtschaft (Zukunft Fahrrad, BSI), der Länder und Gemeinden (AGFK) sowie des Bundesverkehrsministeriums (BMV). In diesem ersten Treffen standen zunächst die Vernetzung und Vorstellung des thematischen Engagements und bereits existierender Projekte im Zentrum. Vom Fahrradführerschein in Schulen über den Einsatz für eine kindgerechte Fahrradinfrastruktur und sichere Schulwege, der Prämierung der fahrradfreundlichsten Schule Deutschlands oder dem Schulradeln Wettbewerb - es zeigte sich, dass viele Projekte bereits sehr erfolgreich etabliert sind. Einigkeit herrschte unter den Beteiligten zudem darüber, dass Kinder und Jugendliche stärker in den Fokus gestellt werden müssten. So wurde der von Janet Weidemann, Stellv. Referatsleiterin Rad- und Fußverkehr beim BMV, vorgestellte BMV-Förderaufruf speziell für Projekte für die junge Generation ausdrücklich begrüßt. Auch die geplante Erfassung der Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen – wie im ADFC durchgeführten Fahrradmonitor – wurde als eine wichtige Voraussetzung der Förderung von Sport und Bewegung für diese Gruppe ausgemacht.
Der BSI, vertreten durch Hendrikje Lučić, verwies auch hier auf die Bedeutung eines Verständnisses von Sport- und Bewegungsförderung als Querschnittsaufgabe und die Förderchancen, die sich durch eine Bewerbung Deutschlands für Olympische und Paralympische Spiele für die Aktivierung von Kindern und Jugendlichen ergeben.
Vereinbart wurde ein weiterer Austausch zu Fragen:
- Wie können Synergien geschaffen und Erfolge verstetigt werden?
- Was können wir besser machen um die Gruppe der Inaktiven zu erreichen?
Der BSI wird über weitere Schritte informieren.
Weitere Informationen auf den Seiten des Bundesverkehrsministeriums :