EPR für Textilen und Schuhe: BSI fordert Umsetzung im Interesse der Sportartikelhersteller

Das deutsche Umweltministerium arbeitet aktuell an einem ersten Referentenentwurf für die Ausgestaltung eines Systems für Erweiterte Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility (EPR)) für Textilien und Schuhe. Der BSI hat sich in den letzten Wochen zu den kommenden Anforderungen mit anderen Verbänden und Mitgliedsunternehmen ausgetauscht und nun wichtige Eckpunkte formuliert, die aus Sicht der Sportartikelhersteller bei der zukünftigen Umsetzung der EPR-Pflicht berücksichtigt werden müssen.

So fordert der BSI beispielsweise eine wirksame Einbeziehung der Inverkehrbringer in die neuen Strukturen, die gesonderte Berücksichtig von Schuhen als eigene Produktgruppe unabhängig von Textilien, Umweltziele, die nicht nur auf hohe Sammelmengen, sondern auf ein hochwertiges Recycling abzielen, ein Bonus-Malus-System zur Förderung hochwertiger Ware sowie ein Fokus auf EU-weite Harmonisierung von Standards und Prozessen. Das BSI-Eckpunktepapier wurde an die relevanten Kontakte in der Politik übermittelt und wird die Grundlage für die Kommentierung des zu erwartenden Gesetzentwurfs sein.

Am 20. Januar nahm der BSI außerdem an einem von der Bundestagsabgeordneten Julia Schneider von Bündnis 90/Die Grünen organisierten Expertengespräch zum Thema Textil-EPR im Bundestag teil. Im Rahmen einer Panel-Diskussion wurden dort verschiedene Positionen von NGOs, Sammlern und Entsorgern diskutiert, unter anderem zur Frage, wie nicht nur das Recycling, sondern auch Wiedernutzung und Reparatur gefördert werden können. Hendrikje Lučić, Leitung der politischen Interessensvertretung des BSI, konnte im persönlichen Austausch mit Julia Schneider wichtige Anliegen der Sportartikelhersteller platzieren.