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BSI-Pressemitteilungen - Bundeskartellamtsverfahren IOC / DOSB

BSI Pressemitteilung: Werbeverbot während der Olympischen Spiele für deutsche Sportlerinnen und Sportler gelockert

27. Februar 2019

 

Das Bundekartellamt hat am 27. Februar 2019 bekannt gegeben, sehr weitgehende Zusagen von DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) und IOC (Internationales Olympisches Komitee) im laufenden Verwaltungsverfahren erhalten zu haben und auf dieser Basis das Verfahren beendet. Somit wird das Werbeverbot während der Olympischen Spiele für deutsche Sportler gelockert. Hintergrund ist der in der IOC-Regel 40 verankerte Sponsorenschutz.

 

Der Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie e.V. (BSI) begrüßt das Ergebnis des Verfahrens und sieht ein positives Signal zur Stärkung der Athleten- und Sponsorenrechte. Nunmehr muss individuelle, rechtlich erlaubte Werbung von Sportlerinnen und Sportlern im Zeitraum der Olympischen Sommer- und Winterspiele nicht mehr beim DOSB angemeldet werden. Der dazugehörige Leitfaden ist rechtlich nicht bindend und dient nur mehr der Information.

 

Es ist in diesem Zusammenhang zudem wegweisend, dass zumindest deutsche Sportlerinnen und Sportler bei Verstößen gegen die IOC-Regel 40 (Werbeverbotsregel) nicht mehr von Olympischen Spielen ausgeschlossen werden können und auch keine weiteren sportlichen Sanktionen zu befürchten haben. In solchen Fällen wäre zudem nicht die Sportgerichtsbarkeit zuständig, sondern es ist vielmehr der ordentliche Rechtsweg vor deutschen Gerichten vorgesehen. Damit ist ein Präzedenzfall geschaffen, der es deutschen Athleten und deren Sponsoren ermöglicht, werblich stärker von der Teilnahme an Olympischen Spielen zu profitieren. Diese Entscheidung könnte europaweit Zeichen setzen. Dies gilt umso mehr, als dass Sportlerinnen und Sportler heute überregional bzw. global als Identifikations- und Imageträger wahrgenommen werden und nicht mehr ausschließlich innerhalb der Grenzen eines Landes, so dass mehrere EU-Mitgliedstaaten betroffen sind.

 

Aus wirtschaftlicher Perspektive der Olympia-Sponsoren und Nicht-Olympiasponsoren der Sportartikelbranche bleibt jedoch festzuhalten, dass sie die bestehende deutsche und europäische Gesetzgebung zum Sponsorenschutz nach wie vor als vollkommend ausreichend betrachten. Eine Sonderregelung zum Schutz der Sponsoren, wie sie in der IOC Regel 40 für die Olympischen Sommer- und Winterspiele nach wie vor international vorgesehen ist, bedarf es aus Sicht der Sportartikelhersteller nicht. Gerne engagieren sich die Firmen als Sponsoren im Rahmen der Olympischen Spiele auch ohne solche zusätzlichen Schutzmaßnahmen, wie es auch bei anderen Sportveranstaltungen üblich ist.

 

Download:


BSI-Pressemitteilung "Werbeverbot während der Olympischen Spiele für deutsche Sportlerinnen und Sportler gelockert"

 

Pressemitteilung des Bundeskartellamts

 

 

Pressekontakt:

Nicole Espey

- Geschäftsführerin -

Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie e.V. (BSI)
Adenauerallee 134
D-53113 Bonn

Tel. +49 (0) 228 / 926593-0

Fax +49 (0) 228 / 926593-29

info(at)bsi-sport.de

www.bsi-sport.de

 

Über den BSI:

Der Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie e.V. mit Sitz in Bonn ist der 1910 gegründete Unternehmensverband der deutschen Sportartikelhersteller, -großhändler und -importeure. Ihm gehören rund 150 führende, meist mittelständisch geprägte Firmen an – darunter internationale Marktführer verschiedener Branchen.

 

Die im BSI organisierten Unternehmen erwirtschaften einen Jahresumsatz von ca. 35 Milliarden Euro.Der BSI ist Mitglied des Verbandes der europäischen Sportartikelhersteller FESI mit Sitz in Brüssel und damit auch Mitglied im Weltverband der Sportartikelindustrie WFSGI mit Sitz in Bern. Der BSI ist ideeller Träger der Messen spoga + gafa und spoga horse der Koelnmesse GmbH und ideeller Träger der ISPO Munich, der Weltmesse des Sports.

 

Der BSI repräsentiert eine große Anzahl von Sponsoren und Ausrüstern verschiedener Athleten und Teams sowie nationaler und internationaler Großveranstaltungen – dazu gehören auch die olympischen Winter- und Sommerspiele. Die Firmen engagieren sich seit Jahren begeistert für Sport, Sportlerinnen und Sportler sowie für die erfolgreiche Austragung von Sportveranstaltungen.

BSI Statement: Olympische Spiele: Rechtliche Überprüfung des Sponsorenschutzes

3. April 2017

 

Das Bundeskartellamt hat am 3. April 2017 bekannt gegeben, ein Verfahren gegen das Internationale Olympische Komitee (IOC) sowie den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zu eröffnen. Hintergrund ist der in der umstrittenen Regel 40 verankerte Sponsorenschutz. Hierzu folgendes Statement des Bundesverbands der Deutschen Sportartikel-Industrie.

 

Der BSI repräsentiert eine große Anzahl von Sponsoren und Ausrüstern verschiedener Athleten und Teams sowie nationaler und internationaler Großveranstaltungen – dazu gehören auch die olympischen Winter- und Sommerspiele. Die Firmen engagieren sich seit Jahren begeistert für Sport, Sportlerinnen und Sportler sowie für die erfolgreiche Austragung von Sportveranstaltungen.

 

Der BSI begrüßt eine rechtliche Überprüfung der IOC Rule 40. Diese Regelung wird von vielen unserer Mitglieder als zu weitgehend und beschränkend wahrgenommen, ohne dass es hierzu eine sachlich tragfähige Begründung gibt. Die angestrebte Schutzwirkung ist für die Sportartikel-Industrie nicht ersichtlich.

 

Vor allem die Praxis, während der Wettkampftage Begrifflichkeiten wie „Sommer“, „Rio“ oder „2016“ im Zuge des Sponsorenschutzes zu verbieten, erscheint nicht nachvollziehbar. Die außerhalb von Olympia bei Sportveranstaltungen praktizierten Regelungen halten die beim BSI organisierten Unternehmen für völlig ausreichend.

 

Download: BSI Stellungnahme IOC Regel 40

 

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