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Sport und Bewegung in der 4. Pandemiewelle - Offener Brief an die Bundes- und Landesregierungen

 

Der Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie e.V. (BSI e.V.) appelliert an die Entscheidungsträger in Bund und Ländern, bei den aktuellen Beratungen zur Corona-Pandemie zu berücksichtigen, dass Sport und Bewegung gerade jetzt zur Gesunderhaltung der Bevölkerung und zum sozialen Zusammenhalt beitragen.

 

 

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrter Herr Minister Scholz, sehr geehrte Ministerpräsidentinnen, sehr geehrte Ministerpräsidenten,

 

 

mittlerweile liegen beinahe zwei Jahre mit teils massiven persönlichen Einschränkungen und vielen Maßnahmen zur Kontaktreduzierung im Rahmen der Corona-Pandemie hinter uns. Auch die Ausübung vieler Sportarten war durch die Schließung von Sportstätten und Maßnahmen zur Kontaktreduzierung teilweise viele Monate lang nicht möglich. Vor allem Kinder und Jugendlich mussten durch Einschränkungen oder den Ausfall des Schul-und Vereinssports besonders leiden. Nun ist es gemeinsame Aufgabe aller Entscheidungsträger sicherzustellen, dass Sport und Bewegung in der 4. Welle der Corona-Pandemie möglich bleiben. Im Folgenden bedeutet dies nach unserer Ansicht:


 

Maximal 3G für den Outdoorsport, 2G im Innenbereich

 

Für Geimpfte und Genesene ist sowohl das Risiko einer Infektion als auch eines schweren Krankheitsverlaufs nachweislich gering. Der Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie e.V. und seine Mitglieder engagieren sich deshalb weiterhin für eine hohe Impfquote. Trotz der schwierigen Infektionslage darf es für Geimpfte und Genesene so wenige Einschränkungen wie nur möglich bei der Sportausübung geben.

 

Das Infektionsrisiko im Außenbereich ist nachweislich erheblich geringer. In Verbindung mit der nach wie vor steigenden Impfquote sind Einschränkungen von Sport im Außenbereich unverhältnismäßig. Die 3G-Regel ist daher für den Sport im Außenbereich angemessen. Für die Umsetzung ist es erforderlich, dass kostenlose Bürger-Schnelltests angeboten werden.

 

 

Ausnahmeregelungen für den Kinder- und Jugendsport

 

Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen inzwischen, dass Bewegungsdefizite bei Kindern und Jugendlichen nochmals verstärkt durch die Einschränkungen während der Pandemie massiv zugenommen haben. Impfungen sind bei den Kindern nur eingeschränkt möglich und zudem von der Entscheidung der Eltern abhängig. Daher müssen negativ getestete Kinder und Jugendliche den Geimpften und Genesenen gleichgestellt werden. Schultestungen müssen dabei für den Vereinssport anerkannt werden. Dieses Prinzip ist ebenfalls für Tests aus der Arbeitswelt für alle Altersgruppen anzuwenden.

 

Sport und Bewegung erfüllen wichtige und unverzichtbare soziale und gesundheitsfördernde Funktionen in der Gesellschaft und tragen in hohem Maße zur Gesunderhaltung der Bevölkerung bei. Daher möchten wir Sie darum bitten, bei allen geplanten Maßnahmen der kommenden Wochen und Monate im Rahmen des Infektionsschutzes sicherzustellen, dass Sporttreiben unter den oben genannten Bedingungen immer möglich bleibt.

 

Wir unterstützen weiterhin alle Aktivitäten der politisch Verantwortlichen zur Eindämmung der Pandemie und hoffen gleichzeitig auf Ihre Unterstützung in den nächsten Monaten und Jahren, um Sport und Bewegung in unserer Gesellschaft wieder auf ein deutliches höheres Niveau zu bringen.

 

 

Download Offener Brief des BSI e.V. an die Bundes- und Landesregierungen

 

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